Seit 2009 gibt es nun schon diesen Blog, mal mehr und mal weniger aktiv. Es gab Phasen, da habe ich sehr regelmäßig von mir hören lassen, dann wieder monate bis jahrelang überhaupt nicht. Ich kann mich gar nicht mehr so richtig daran erinnern, aus welcher Motivation heraus mein damals 14-jähriges Ich diesen Blog gestartet hat. Was ich weiß, ist, dass ich schon immer gerne Texte geschrieben habe und das hat sich bis heute nicht geändert. Warum ich vor zwei Jahren so abrupt damit aufgehört habe? Diese Frage habe ich mir selbst schon das ein oder andere Mal gestellt.
Zu meiner Zeit als Au Pair in England habe ich meinen Blog als Reisetagebuch umfunktioniert, was mir zunächst auch sehr viel Spaß gemacht hat. Ich habe über unsere Ausflüge geschrieben, regelmäßig wöchentliche Updates gepostet und einfach über meinen Alltag berichtet. Ehrlicherweise muss ich aber sagen, dass ich mich nach einer gewissen Zeit einfach so sehr nach meinem Freund und meinem Zuhause gesehnt habe, dass ich auch am Schreiben keinen Spaß mehr hatte.
Ich wollte damals nach der Schule unbedingt nach England. Alle wollten wir ins Ausland, die meisten nach Australien, Hauptsache weit weit weg und Hauptsache unabhängig. Deshalb haben sich die meisten wohl auch für Work and Travel entschieden. Für mich war das damals nichts. Ich habe mir das nicht zugetraut, mir war das zu unsicher. Ich wollte lieber wissen, wo ich während der Zeit schlafen und arbeiten werde und außerdem habe ich mir das Leben in einer großen Familie spannend und interessant vorgestellt. Würde ich heute alles genau so machen? Wahrscheinlich nicht.
Natürlich kann man vorher nicht wissen, wie gut man sich wirklich mit seiner Gastfamilie versteht oder ob Au Pair sein wirklich das Richtige für einen ist. Ob diese Ungewissheit und Unabhängigkeit, die Work and Travel mit sich bringt, nicht exakt das gewesen wäre, was ich zu dieser Zeit gebraucht hätte. Aber im Nachhinein ist man immer schlauer. Ich bereue meine Zeit in England auf keinen Fall. Ich habe dort großartige Menschen kennengelernt und bin trotz alledem über mich hinaus gewachsen und sicherlich auch ein Stück mehr erwachsen geworden. Ich hätte mir damals bloß einfach mehr zutrauen sollen.
Dieser Post soll ein Neuanfang sein. Inspiriert hat mich dazu übrigens Luise von luiseliebt.de. Ich habe jetzt andere Geschichten zu erzählen als mein 14-jähriges Ich damals. Wohin die Reise geht, kann ich noch nicht genau sagen. Was ich weiß, ist, dass es sich gut anfühlt, wieder meine Gedanken nieder zu schreiben und ich hoffe, dass der ein oder andere von euch hier ab und an wieder gerne vorbeischaut.
Bis dahin
Eure Lea

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